Thanksgiving-Beilagen aus echtem Essen: Kartoffelpüree, Bratensauce, Bohnenauflauf und Cranberrysauce
Der Truthahn darf bleiben. Das hier sind die Beilagen, die alle erwarten, nur aus echten Lebensmitteln gemacht: cremiges Kartoffelpüree ohne Butter, eine Pilzsauce, die wie Bratensaft schmeckt, ein Bohnenauflauf ganz ohne Fertigprodukte und eine mit Orangensaft gesüßte Cranberrysauce.
Alle vier lassen sich vorbereiten – das ist das eigentliche Geheimnis eines entspannten Thanksgiving.
Cremiges Knoblauch-Kartoffelpüree
Zeit: 30 Min. Ergibt: 8 Portionen
Du brauchst
1,8 kg vorwiegend festkochende, gelbfleischige Kartoffeln (in den USA: Yukon Gold), geschält oder gründlich geschrubbt, in Stücken
1 Knolle Knoblauch, Zehen geschält
250 bis 375 ml ungesüßte Pflanzenmilch, erwärmt
85 g gekochte weiße Bohnen (nach Belieben, für extra Cremigkeit)
1 TL Salz
Schwarzer Pfeffer und gehackter Schnittlauch
Zubereitung
Kartoffeln und Knoblauchzehen in einen großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken, salzen und aufkochen.
15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis eine Gabel leicht hineingleitet. Gut abgießen.
Kartoffeln und Knoblauch zerstampfen und nach und nach warme Milch dazugeben, bis das Püree cremig ist. Für extra Cremigkeit die weißen Bohnen vorher mit etwas Milch zerdrücken oder pürieren und unterrühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauch bestreuen.
Darum funktioniert es. Gelbfleischige Kartoffeln schmecken von Natur aus buttrig, und der mitgekochte Knoblauch wird weich und mild. Warme Milch und ein paar weiße Bohnen machen das Püree cremig, ohne Butter oder Sahne.
Pilz-Zwiebel-Sauce
Zeit: 25 Min. Ergibt: etwa 750 ml
Du brauchst
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
250 g Champignons, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
750 ml Gemüsebrühe mit wenig Salz, aufgeteilt
3 EL Weizenvollkornmehl
2 EL salzreduzierte Sojasauce
1 TL getrockneter Thymian
½ TL getrockneter Salbei
Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
Zwiebel und Pilze in 60 ml Brühe bei mittlerer Hitze 10 Minuten garen, bis sie gebräunt und weich sind. Wenn sie ansetzen, einen Schuss Brühe dazugeben.
Knoblauch, Thymian und Salbei einrühren und 1 Minute mitgaren.
Das Mehl darüberstreuen und 1 Minute rühren.
Die restliche Brühe und die Sojasauce langsam einrühren. Unter Rühren 5 bis 8 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce dick ist.
Für eine glatte Sauce die Hälfte pürieren und wieder unterrühren. Mit Pfeffer abschmecken.
Darum funktioniert es. Gebräunte Pilze und Sojasauce geben ihr den kräftigen Geschmack von Bratensaft, deshalb passt sie zu Truthahn, Kartoffeln und Füllung gleichermaßen. Du kannst sie bis zu zwei Tage im Voraus kochen.
Grüne-Bohnen-Auflauf, selbst gemacht
Zeit: 45 Min. Ergibt: 8 Portionen
Du brauchst
900 g grüne Bohnen, geputzt (oder tiefgekühlt)
250 g Champignons, in Scheiben
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Dose (400 g) weiße Bohnen, abgetropft und abgespült
375 ml ungesüßte Pflanzenmilch
1 EL salzreduzierte Sojasauce
½ TL Zwiebelpulver
Pfeffer nach Geschmack
Topping: 1 große Zwiebel, in sehr dünne Ringe geschnitten, mit 2 EL Weizenvollkornmehl und einer Prise Salz vermengt
Zubereitung
Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 180 °C) vorheizen. Die bemehlten Zwiebelringe auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und 20 bis 25 Minuten backen, einmal wenden, bis sie goldbraun und knusprig sind.
Die grünen Bohnen 4 bis 5 Minuten dämpfen oder kochen, bis sie leuchtend grün sind. Abgießen.
Pilze, Zwiebelwürfel und Knoblauch mit einem Schuss Wasser oder Brühe 8 Minuten garen.
Weiße Bohnen, Milch, Sojasauce und Zwiebelpulver glatt pürieren. Über die Pilze gießen und 3 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.
Die grünen Bohnen in der Sauce schwenken, in eine Auflaufform geben und bei 190 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 170 °C) 15 Minuten backen. Kurz vor dem Servieren die knusprigen Zwiebeln darauf verteilen.
Darum funktioniert es. Pürierte weiße Bohnen ergeben eine cremige Pilzsauce mit Eiweiß und Ballaststoffen, statt einer Dose Cremesuppe. Die im Ofen knusprig gebackenen Zwiebeln geben dir die klassische knusprige Schicht obendrauf, ganz ohne Frittieren.
Orangen-Cranberry-Sauce
Zeit: 15 Min. Ergibt: etwa 500 ml
Du brauchst
340 g frische oder tiefgekühlte Cranberrys
250 ml Orangensaft
Abrieb von 1 Bio-Orange
60 ml Ahornsirup (nach Geschmack mehr)
½ TL Zimt
Zubereitung
Alles in einen Topf geben und aufkochen.
Unter Rühren 10 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren aufplatzen und die Sauce eindickt.
Abschmecken und etwas mehr Ahornsirup dazugeben, wenn sie zu sauer ist.
Abkühlen lassen. Im Kühlschrank wird sie noch dicker und hält sich eine Woche.
Darum funktioniert es. Der Orangensaft übernimmt den Großteil des Süßens, deshalb braucht sie viel weniger Zucker als Cranberrysauce aus dem Glas. Sie ist in 15 Minuten fertig und lässt sich Tage im Voraus zubereiten.
Den kompletten Plan mit Füllung, Süßkartoffeln, Brötchen, Maisbrot, Einkaufsliste und einem Hauptgericht ohne Truthahn für alle Neugierigen findest du in meinem Thanksgiving-Ratgeber (7 $).
Priska ist Pflegefachfrau mit über 20 Jahren Erfahrung in den USA und der Schweiz und hat ein Zertifikat in pflanzenbasierter Ernährung. Nur zur allgemeinen Information, keine medizinische Beratung.



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